Haltung von Pferden in der tiergestützten Intervention

Haltung von Pferden in der tiergestützten Intervention

Haltung von Pferden in der tiergestützten Intervention

„Für ihr Wohlbefinden brauchen Pferde den regelmäßigen Kontakt zu artgleichen Sozialpartnern.  (Roloff, 2016, S. 26).“ Um Pferden für tiergestützte Interaktionen einzusetzen ist Grundvoraussetzung, dass sie gesund sind und sich wohl fühlen (vgl. Roloff, 2016).

Pferde haben das natürliche Bedürfnis nach Nähe zu artgleichen Sozialpartnern in Gruppen (mindestens 2) und bedürfen mehrstündiger täglicher freier Bewegung durch ausreichend große Auslauf- und Weideflächen (vgl. TVT, 2012) Otterstedt und Waiblinger (2012) nennen im Positionspapier ‚Haltung und Einsatz von Tieren im Rahmen der Tiergestützten Intervention‘, dass man für Tiere deren Nutzung im sozialen Einsatz stattfindet, eine besondere Aufmerksamkeit auf deren Bedürfnisse richten sollte sowie auf eine tiergerechte Haltung und einen tiergerechten Einsatz.

Dielmann und Lohkamp (2016) nennen bei der Eignung von Pferden für den Einsatz im Coaching, dass diese artgerecht aufgezogen und gehalten werden sollten, um ihre kommunikativen Fähigkeiten sowie arttypischen Verhaltensweisen entwickeln zu können. In jeder Hinsicht sollen die Grundbedürfnisse der Pferde nach Licht, Luft, Bewegung und sozialen Kontakten gewährleistet werden, wie dies z.B. in der Gruppen-Auslaufhaltung möglich ist. (Vgl. Dielmann/ Lohkamp, 2016)

Es wird auch bestätigt im „Merkblatt 131.9 Pferde, Nutzung von Tieren im sozialen Einsatz“, dass die beste Art der Haltung für Pferde, die im sozialen Bereich arbeiten, eine Offenstallhaltung ist, welche gut strukturiert und solide gebaut ist und deren Fläche in Funktionsbereiche zum Ruhen, Fressen, Trinken und Laufen unterteilt wurde (vgl. TVT, 2012).

„Grundsätzlich sind alle Pferde, unabhängig von Alter, Rasse, Geschlecht und Nutzungsart für die Gruppenhaltung geeignet. Wo immer möglich, sollten Pferde in Gruppen gehalten werden.“ (BMEL, 2009, S. 17)

Haltung von Pferden in Einzelboxen

Wie schon zuvor beschrieben schränkt die Haltung von Pferden in einer Einzelbox, ohne Auslauf die Tiere in ihrer natürlichen Verhaltensweise so sehr ein, dass diese unter erhöhter Stressbelastung leben. Daher ist diese Haltungsform für Pferde, die im sozialen Einsatz sind, abzulehnen. Die Einzelhaltung in sogenannten Paddock-Boxen, kann eine Alternative zur Gruppenhaltung sein, wenn Sicht-, Hör-, Geruchs- und Körperkontakt zu anderen Pferden möglich ist. Dennoch sollte diese durch mehrstündigen Gruppenauslauf mit Artgenossen in gleicher Zusammensetzung ergänzt werden. (vgl. Hänel, 2013)

„Sozial gehaltene Pferde lassen sich generell leichter handhaben und trainieren als individuell aufgestallte (Krüger, 2011, S, 32).“

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Sozialverhalten der Pferde und Tierwohl

Sozialverhalten der Pferde und Tierwohl

Sozialverhalten der Pferde und Tierwohl

Während für die Tierarten Rind, Geflügel, Schwein, Schaf und Ziege seit 2013 der Leitfaden ‚Tierwohl‘ existiert, gab es bisher für die Pferdehaltung keine wissenschaftlich fundierte und praktikable Möglichkeit zur Bewertung. Auf dieser Grundlage haben Zeitler-Feicht und Baumgartner (2016) im Forschungsprojekt ‚Weihenstephaner Bewertungssystem für Pferdehaltungen‘ ein Bewertungssystem entwickelt, das auf den drei Grundanforderungen ‚Erfüllung der artgemäßen Verhaltensansprüche‘, ‚Guter Gesundheitsstatus‘ und ‚Nachhaltige Pferdehaltung‘ basiert. (Vgl. Zeitler-Feicht/ Baumgartner, 2017)

Tierwohlindikatoren

Nach Zeitler-Feicht und Baumgartner (2016) ist es herausfordernd für die Entwicklung eines Bewertungssystems Indikatoren zu finden, die das Wohlbefinden eines Pferdes sowie seinen körperlichen Zustand beschreiben. Valide, reliabel und praktikabel erfassbar zu sein ist die grundsätzliche Anforderung an Indikatoren. Ressourcenbezogene Indikatoren sind nach heutigem Wissenstand brauchbar, um den Einfluss der Haltungsbedingungen auf das Tierwohl zu bewerten. Allerdings sind tierbezogene Indikatoren aus den Bereichen des Verhaltens und der Gesundheit zu wählen, wenn man das aktuelle Wohlbefinden der Tiere ermitteln will. (Vgl. Zeitler-Feicht/ Baumgartner, 2016)

Affiliative Verhaltensweisen werden bei Pferden (als Tiere, die in sozialen Verbänden leben) als Indikator für Wohlbefinden angesehen und können dazu beitragen, eine positive Stimmung in ihnen zu bewirken. Im Forschungsprojekt wurde ermittelt, dass das soziopositive Verhalten ‚Zusammen sein‘ in der Pferdehaltung als Indikator für Wohlbefinden geeignet sein kann, wenn alle Modalitäten erfasst werden. Bspw. die Distanz in Abhängigkeit von der Aktivität sowie mögliche Ausschlusskriterien, wie Platzmangel und klimatische Einflüsse. (Vgl. Zeitler-Feicht/ Baumgartner, 2016) Die Freiwilligkeit ist Voraussetzung, um in der Haltung einen positiven emotionalen Status festzustellen. Bevor ‚Zusammen sein‘ als valider Indikator für Wohlbefinden in einem Bewertungssystem aufgenommen wird, sind allerdings noch weitere Untersuchungen notwendig, so das Forscherteam. (Vgl. Zeitler-Feicht/ Baumgartner, 2016 und 2017)

 

Horse Grimace Pain Scale (HGS)

Die ‚Horse Grimace Pain Scale‘ ist ein Verfahren, „mit dem sich die Veränderungen in der Mimik des Pferdes exakt quantifizieren lassen (Meyer, 2014; S. 327)“ so die Entwickler. Das internationale Forscherteam (Dalla Costa et al., 2015) betonte, dass es ohne großen Zeitaufwand leicht erlernbar und praktisch anwendbar sei und als ein vielversprechender valider und reliabler Indikator für das Wohlbefinden des Pferdes gilt.

Meyer betont, dass trotz einer präzisen und objektiven Feststellung der mimischen Veränderung eine allgemeingültige Aussage über die damit einhergehenden Befindlichkeiten nicht möglich ist, „[…] selbst dann nicht, wenn Pferde mit den ermittelten Verhaltensmodi regelmäßig auf Reize reagieren, die aus menschlicher Sicht Schmerzen auslösen (Meyer, 2014, S. 327).“

Nach Meyer (2014) würden verschiedene klassisch orientierte Horsemen bezweifeln, dass man ausschließlich an mimischen Details im Gesicht, bzw. des Kopfes weitgehendere Aussagen über die Befindlichkeiten machen kann, welche ansonsten durch eine Deutung des Gesamtausdrucks sowie der Deutung von Veränderungen des Erregungszustands und des gesamtkörperlichen Muskeltonus geschehen.

Bei diesem Zweifel wird berücksichtigt, dass sich bestimmte Veränderungen der Haltung, des Muskeltonus sowie des Ausmaßes der Erregung, wie zuvor erörtert, bei unterschiedlichen Modi der Befindlichkeit einstellen und die Identifikation einer bestimmten Befindlichkeit daher nur über die Deutung zusätzlicher Symptome zu erreichen ist. (Vgl. Zeitler-Feicht, 2015)

 

EquiFACS

Auch Wissenschaftler der University of Sussex haben Gesichtsausdrücke von Pferden untersucht und waren darüber überrascht, dass sie recht komplexe Gesichtsbewegungen zeigten. Auch, wenn sich die Gesichtsstruktur von Pferden und Menschen unterscheiden, ähneln dennoch viele Gesichtsbewegungen denen von Menschen. Die Forscher haben EquiFACS entwickelt, ein Coding System, welches Gesichtszüge klassifiziert und seinen Einsatz in der Tiermedizin finden soll.

Prof. Karen McComb von der Universität Essex erklärte, dass man früher dachte, dass eine Spezies, je weiter sie vom Menschen entfernt ist, auch weniger Ausdrucksmöglichkeiten des Gesichts hätte. Mit der Entwicklung von EquiFACS erkannten die Forscher, dass Pferde mit ihrem komplexen Sozialsystem auch über ein beachtliches Spektrum mimischer Ausdrucksmöglichkeiten verfügen. Viele davon haben sie mit dem Menschen und anderen Tieren gemeinsam.

Jüngere Studien, so die Forscher, haben deutlich gemacht, dass Pferde komplexe mimische Ausdrucksweisen besitzen und bestimmte Ausdrucksmerkmale mit Schmerz in Verbindung stehen (siehe auch HGS). Was fehlen würde sind Studien, die sich mit der Bandbreite von Informationen beschäftigen, die Pferde mit ihrer vielfältigen Mimik vermitteln können. Es gibt bisher keine Forschungsarbeiten, welche die Gesichtsausdrücke von Pferden im Zusammenhang mit positiven Erfahrungen oder Emotionen untersuchen, wobei dies eine wichtige, bisher wenig verstandene Sicht auf das Wohlbefinden von Pferden ist.

Der Gesichtsausdruck von Pferden kann mit EquiFACS in verschiedenen sozialen und emotionalen Situationen dokumentiert werden, wodurch man Einblick in die Betrachtungsweise der Tiere auf ihre soziale Umwelt, gewinnen kann. Die soll das uns Menschen helfen das Verhaltens, die Kommunikation und Psyche besser zu verstehen und uns kostbares Wissen liefern, sodass es möglich wird die medizinische Versorgung und Haltungsbedingungen zu optimieren.

In einem folgenden Schritt wollen die Wissenschaftler den Gesichtsausdrücken nun Gefühlszuständen zuordnen. (Vgl. Wathan, 2015)

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Pferde im sozialen Einsatz

Pferde im sozialen Einsatz

Pferde im sozialen Einsatz – Pferde im Coaching

Da Pferde eine faszinierende Ausstrahlung haben und gleichzeitig immens leistungsbereit sind, werden sie vom Menschen sozial und emotional wertgeschätzt. In der tiergestützten Arbeit zeigen sie sich als feinfühlige und kooperative Partner, sind sie doch in der Lage sensibel zu kommunizieren, obgleich sie in Größe und Kraft imposant sind. So eignen sie sich für verschiedene Einsätze im pädagogischen und therapeutischen Kontext.

Um soziale „Kompetenzen wie Respekt, Rücksichtnahme, Kooperationsbereitschaft, Einhaltung von Regeln und Grenzen, vorausschauende Wahrnehmung, präventives Verhalten, sowie das Übernehmen von Verantwortung (TVT, 2012, S.2)“ zu erlernen eignen sich Pferde auch hervorragend als „Partner, die Nähe, Sicherheit und Vertrauen vermitteln können (TVT, 2012, S.2 )“.

Für diesen Bereich bieten sich vor allem Folgendes an: das Führen der Pferde, die Bodenarbeit, das Longieren, das Meistern von Geschicklichkeitsparcours sowie das Üben von Zirkuslektionen und freies Folgen. Ebenso geeignet ist die Versorgung und Pflege der Tiere, aber auch das Fahren sowie die Nutzung der Tiere für die Bearbeitung von Ackerböden und für Forstarbeiten. (Vgl. TVT, 2012)

Der übergeordnete Fachbegriff für die Nutzung von Tieren und sozialen Einsatz ist ‚Tiergestützte Intervention‘ (TGI). Allgemein bekannt ist vor allem das ‚Therapeutische Reiten‘, zu dem die Hippotherapie, heilpädagogisches Reiten und Voltigieren sowie Reiten für Behinderte zählen. Patienten jeden Alters, die einen spezifischen Bedarf haben können mit Hilfe von tiergestützter Therapie angestrebte Verbesserungen der psychischen als auch physischen Gesundheit erreichen und sich Kompetenzen für die eigene Lebensgestaltung aneignen. (Vgl. TVT, 2018)

Aber auch die tiergestützten Aktivitäten, wie z.B. ehrenamtliche Besuchsdienste, Wanderungen mit Tieren (z.B. Lamas und Eseln) sowie Kindergeburtstage gehören dazu. Deren Ziel ist es Menschen zu mehr Wohlbefinden zu verhelfen sowie als Freizeitgestaltung Freude zu bereiten. Die tiergestützte Förderung wird mit Personen verschiedener Altersgruppen durchgeführt und hat hierbei zum Ziel diese gezielt zu unterstützen, bspw. als Rehabilitationsmaßnahme nach einem Unfall, bei Demenz und bei anderen Einschränkungen. Auch bei der tiergestützten Pädagogik werden Pferde eingesetzt und vor allem bei der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen fördern sie Lernfortschritte in emotionalen, sozialen und motorischen Bereichen. (Vgl. TVT, 2012)

Das Coaching mit Pferden zählt zu den tiergestützten Interventionen und findet vor allem durch Interaktion des Menschen mit dem Pferd am Boden statt, bei welcher ein Coach verschiedene Übungen anleitet und durch gezielte Fragen einen Transfer zum Anliegen des Klienten herstellt.

Man könnte es als eine Mischform der zuvor genannten TGI-Formen betrachten, da auch die Freude im Umgang mit den Pferden, die vor allem bei den sogenannten tiergestützten Aktivitäten genannt wird, auch beim Coaching oft eine tragende Rolle spielen kann.

An Pferde im sozialen Einsatz werden besonders hohe Ansprüche an Ausgeglichenheit und Umgänglichkeit gestellt (vgl. TVT, 2012).

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Grundbedürfnisse der Pferde

Grundbedürfnisse der Pferde

Grundbedürfnisse der Pferde

Der §2 TierSchG beschreibt die wichtigsten Faktoren für eine artgerechte Haltung von Tieren. Bei der Orientierung und Auslegung von Rechtsvorschriften helfen die „Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten“, welche jedoch nicht rechtsverbindlich sind.

§ 2 TierSchG
„Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

  1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
  2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
  3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“

Die Ethologie gehört zu den Grundlagen, um zu beurteilen was für ein Pferd ’seiner Art und Bedürfnissen entsprechend‘ bedeutet und als ‚verhaltensgerecht‘ bezeichnet werden kann.

Sozialverhalten

Pferde sind Herdentiere und benötigen daher auch Kontakte zu Artgenossen, um ihre Bedürfnisse nach sozialen Kontakten erfüllen zu können (vgl. BMEL, 2009). „Pferde sind soziale Tiere und leben in Verbänden mit zwei bis maximal 20 Mitgliedern. Die Gemeinschaft mit Artgenossen bedeutet für sie Sicherheit. Soziale Kontakte zu Artgenossen sind daher für Pferde unerlässlich (Zeitler-Feicht, 2016, S. 48).“

Bewegungsverhalten

Im Sozialverband und unter natürlichen Bedingungen bewegen sich Pferde bis zu 16 Stunden am Tag (vgl. BMEL, 2009 und Hänel, 2013). Pferde in freier Natur bewegen sich im Schritt fort, während sie dabei fressen. Die Gangarten Trab oder Galopp nutzen sie unter anderem, um eine etwas weiter entfernte Wasserstelle zu erreichen oder bei der Flucht. (Vgl. FN, 2019)

Ruheverhalten

Ausgewachsene Pferde ruhen in etwa 7 Stunden am Tag, wobei sie ca. 80% im Stand dösen, und die verbleibende Ruhezeit liegend in Bauch- oder Seitenlage verbringen, wobei sie auch in den REM-Schlaf gelangen können. Das Ruhen findet in mehreren Ruhephasen statt, die sich über den Tag verteilen. (Vgl. BMEL, 2009)

Futter- und Wasseraufnahmeverhalten

Pferde lebten urspürglich in der Steppe, sodass der Verdauungsapparat auf eine bodennahe Fütterung von energiearmen und faserreichem Raufutter eingestellt ist. Wasser muss Pferden immer zur Verfügung stehen. (Vgl. BMEL, 2009)

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Haltungsformen

Haltungsformen

Haltungsformen der Pferde

Bei den Haltungsformen wird zunächst in Einzel- und Gruppenhaltung unterschieden, ob die Pferde innerhalb oder außerhalb von Gebäuden gehalten werden und welcher Art und Größe die Bewegungsflächen sind: Box, Weide oder Auslauf (vgl. BMEL, 2009 und Hänel, 2013). Als Einzelhaltung nennt der ‚Leitfaden zur Beurteilung von Pferdehaltung unter Tierschutzgesichtspunkten‘ nachfolgende: Ständerhaltung, Innenbox, Außenbox, Außenbox mit Kleinauslauf, Mehrraum-Außenbox mit Kleinauslauf. Bei der Gruppenhaltung werden aufgezählt: Einraum-Innenlaufstall, Mehrraum-Innenlaufstall, Einraum-Außenlaufstall, Mehrraum-Außenlaufstall, Einraum-Außenlaufstall mit Auslauf (Offenlaufstall), Mehrraum-Außenlaufstall mit Auslauf (Offenlaufstall) sowie Weidehaltung mit Witterungsschutz (BMEL, 2009).

Bei der Vielzahl an Angeboten sind viele Pferdehalter überfordert und haben zudem auch oft unzureichendes Wissen über die Folgen schlechter Haltung. Artgemäße Haltung ist möglich, wenn der Pferdehalter die natürlichen Bedürfnisse des Pferdes und das hieraus erfolgende arttypische Verhalten kennt (vgl. FN, 2019).

Welche Haltungsform ist für Pferde am besten?

Freilebende Pferde verbringen den Großteil ihrer Zeit mit Fressen, Ruhen und der Fortbewegung im sozialen Verbund. (Vgl. Zeitler-Feicht, 2015) Die nachfolgende Abbildung zeigt wie hoch die Abweichungen vom natürlichen Zeitbudget in der Haltung sein kann.

Eigene Darstellung nach Duncan 1980, Kiley-Worthington 1989 in Zeitler-Feicht, 2015, S. 35

Abbildung 1: 24-Stunden-Tag bei unterschiedlicher Haltung und Fütterung (Eigene Darstellung nach Duncan 1980, Kiley-Worthington 1989 in Zeitler-Feicht, 2015, S. 35)

Wenn das natürliche Zeitbudget der einzelnen Aktivitäten zu sehr vom angeborenen Bedürfnis abweicht, werden die Bedürfnisse der Tiere nur ungenügend befriedigt, was zu chronischer Frustration, hoher Anspannung und reaktivem[1], chronischen Stress führt. Dies ist die Hauptursache reaktiver Verhaltensstörungen, wie bspw. Koppen und Weben. Einige internationale Studien bestätigen, dass diese in der Einzelhaltung drei bis viermal so oft vor kommen, wie in Gruppenhaltung (vgl. Zeitler-Feicht, 2015). Niederhofer (2009) wies in einer vergleichenden Untersuchung verschiedener Haltungsverfahren nach, dass die Haltung in einer Einzelbox ohne Auslauf die natürlichen Verhaltensweisen der Pferde dermaßen einschränkt, dass sich daraus eine erhöhte Stressbelastung für die Tiere ergab. Einige der Pferde zeigten schon nach wenigen Wochen Verhaltensauffälligkeiten. (Vgl. Niederhofer, 2009) Deshalb ist es wichtig, dass solch extreme Abweichungen vom natürlichen Zeitbudget in der Haltung nicht vorkommen. Umso erschreckender ist in diesem Zusammenhang, dass „die Einzelhaltung in der Box [ist] nach wie vor die häufigste und beliebteste Aufstallungsform für Pferde“ ist. (Zeitler-Feicht, 2016, S. 55)

Andere wiederum leiden stumm. Dass Pferde in Einzelhaltung depressive Symptome zeigen können, welche der menschlichen Depression äußerst ähnlich sein sollen, sind Ergebnisse einer französischen Studie. Von 59 untersuchten Schulpferden zeigten 24 % ein auffälliges Verhaltens- und Stellungsprofil, wie z.B. „verringerte Reaktionsfähigkeit gegenüber Umweltreizen, eine introvertierte Körperhaltung und eine verminderte emotionale Belastbarkeit (Zeitler-Feicht, 2015, S. 55)“. Um diese Diagnose zu bestätigen sind jedoch noch weitere Untersuchungen notwendig.

„Voraussetzung für ein ausgeglichenes Verhalten ist, dass die Pferde ihr natürliches Zeitbudget für die verschiedenen Aktivitäten auch unter Haltungsbedingungen einhalten können. Dies gilt insbesondere für die Langzeitaktivitäten Fressen, Ruhen und Fortbewegung sowie soziale Kontakte (Zeitler-Feicht, 2015, S.36).“

 

[1] Reaktiv: als Reaktion auftretend

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Artgerechte Pferdehaltung

Artgerechte Pferdehaltung

Artgerechte Pferdehaltung für Pferde im Coaching

Die Relevanz von Tierschutzgesichtspunkten und Tierwohlindikatoren bei der Haltung von Pferden im sozialen Einsatz, insbesondere dem pferdegestützten Coaching

Grundsätzlich sollte bei allen Pferden eine artgerechte Haltung unter Tierschutzgesichtspunkten angestrebt werden. Nach wie vor sieht man jedoch vor allem Haltungsbedingungen, die dem Menschen entgegenkommen, sodass die Einzelhaltung in der Box immer noch von vielen Pferdehaltern bevorzugt wird. Als Gründe werden genannt, der Schutz vor Verletzungen, die Möglichkeit zur individuellen Ernährung und Betreuung, eine einfachere Kontrolle sowie die permanente Verfügbarkeit der Pferde. Dass die Einzelhaltung hierbei im Widerspruch zu den angeborenen Verhaltensweisen der Tiere steht, interessiert augenscheinlich viele Halter wenig bis gar nicht. Und dies obgleich bewiesen ist, dass Pferde in Einzelhaltung mit stark eingeschränktem Kontakt zu Artgenossen und zur Umwelt vermehrt dazu neigen Verhaltensstörungen zu entwickeln. (Vgl. Zeitler-Feicht, 2015)

Besondere Maßstäbe bezüglich Ausgeglichenheit und Umgänglichkeit werden an Pferde gestellt, die beruflich für tiergestützte Interventionen eingesetzt werden. (Vgl. TVT, 2012) Die Tiere kommen in Kontakt mit Personen, die bisher keinerlei Erfahrung mit Pferden haben und demnach auch keine Kenntnisse über einen adäquaten Umgang mit ihnen. Während ein Coaching mit gesunden Menschen durchgeführt wird und diese nach einigen Coachingsitzungen über Grundlagen im Umgang mit dem Pferd verfügen, kann es im therapeutischen Kontext, insbesondere mit Behinderten sein, dass diese sich nicht auf die besonderen Eigenschaften der Pferde, z.B. als Fluchttiere einstellen können.

Daher ist es für die Pferde besonders wichtig, dass sie sich in der Haltungsform wohl fühlen und sie ihre natürlichen Bedürfnisse so gut wie möglich erfüllen können, um ihre Tätigkeit im Bereich der tiergestützten Intervention psychisch und physisch unbeschadet durchzuführen.

Nachfolgend haben wir daher (auf mehreren Unterseiten nach verschiedenen Themen geordnet) insbesondere die Relevanz artgerechter Haltung für Therapie- & Coachingpferde, bzw. Pferde, die im sozialen Bereich arbeiten näher betrachten. Hierzu werden neueste Erkenntnisse aus Forschung und Literatur herangezogen sowie Merkblätter der Tierärztlichen Tierschutz sowie die „Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten“.

Nachfolgenden Leitfragen sind hierbei von Bedeutung

  • Welche Haltungsform ist für Pferde im sozialen Einsatz geeignet?
  • Wie kann das individuelle Tierwohl beurteilt werden?

Welche Haltungsform ist für Pferde im sozialen Einsatz geeignet?

Mehrere Autoren, so auch Hänel (2013) bestätigen, dass man als Haltungsform für Pferde im sozialen Einsatz die Gruppenhaltung im Offenlaufstall (mit Weidenutzung im Sommer) bevorzugen sollte. Die Pferde bleiben gesund und ausgeglichen und vertragen sich untereinander. Nur selten oder überhaupt nicht sind Verhaltensweisen, wie Scheuen, Beißen, Schlagen, Davonstürmen und Bocken zu beobachten. Auch nach Tagen und Wochen in denen sie durch den Menschen nicht genutzt wurden, zeigen sie kaum problematische Verhaltensweisen. Bei der Arbeit mit Kindern, Behinderten und Pferdeanfängern sind dies besonders wichtige Kriterien für den Einsatz der Pferde. (Vgl. Hänel, 2013)

Wie kann das individuelle Tierwohl beurteilt werden?

Für die Beurteilung des individuellen Tierwohls gibt es aktuell noch kein Bewertungssystem, das allgemein im Einsatz ist, wobei das ‚Weihenstephaner Bewertungssystem für Pferdehaltungen‘ das Potenzial zum Leitfaden hat, wenn noch weitere Untersuchungen erfolgt sind. Dennoch können die einzelnen Pferdehalter, die sich ernsthaft mit dem Ausdrucksverhalten von Pferden beschäftigen, durchaus auch beurteilen, inwiefern ein Pferd Schmerzen hat oder nicht. Hierfür kann man z.B. die ‚Horse Grimace Pain Scale‘ und ‚EquiFACS‘ heranziehen und durch Beobachten des/der eigenen Pferde/s erhält man Anhaltspunkte zum individuellen Tierwohl des/der Vierbeiner/s.

Informationen zur Ethologie der Pferde lesen Sie in den „Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten“ (Nr. 2.1 Ethologie, S. 2-6).

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Kommunikation mit Pferden – Vom Pferdebesitzer zum Pferdeflüsterer

Kommunikation mit Pferden – Vom Pferdebesitzer zum Pferdeflüsterer

Kommunikation mit Pferden – vom Pferdebesitzer zum Pferdeflüsterer

Pferdeflüstern kann man lernen?!“

Der Begriff „Pferdeflüsterer“ ist Ende der 90-er Jahre durch den Kinofilm mit Robert Redford in dem Sprachgebrauch gelangt und steht als Synonym für Menschen, die eine besondere Kommunikation mit Pferden beherrschen. Das Ganze ist von einem Zauber umgeben und wirkt als wäre es eine Gabe, die man offensichtlich von Geburt an hat, vergleichbar mit einem Talent.

Pferdewelt im Wandel

Über die Jahre hinweg hat sich in der Pferdewelt einiges verändert. Wurden Pferde früher vor allem als Arbeitstiere eingesetzt oder von den Reichen für den Sport genutzt, ist der Freizeitbereich, indem Menschen mit Pferden einem Hobby nachgehen, immens gewachsen.

Die Konsequenz daraus ist, dass immer mehr Reiter und Pferdebesitzer Interesse daran haben zu erfahren, wie sie besser mit ihren Pferden kommunizieren können, damit der Umgang einfacher und harmonischer wird. Vielleicht springt dann ja ganz nebenbei auf dem nächsten Hofturnier dann auch ein „Schleifchen“ dabei heraus? Andere möchten einfach etwas Freizeitspaß und beschäftigen ihr Pferd mit Zirkuslektionen, gehen spazieren, entdecken Extreme-Trail-Pfade für sich oder machen Horse-Agility.

Die Kommunikation mit dem geliebten Vierbeiner kann man erlernen

Die Pferdewissenschaftler sprechen vom Ausdruckverhalten der Pferde und sagen, dass eine systematische, reelle Aussage über das Befinden der Pferde möglich ist, wenn man sie beobachtet und ihr Ausdrucksverhaltens korrekt einordnet (vgl. Willig, 2016).

  • Intraspezifische Kommunikation: das Ausdrucksverhalten dient der Verständigung unter Artgenossen
  • Interspezifische Kommunikation: Lebewesen unterschiedlicher Art kommunizieren miteinander (z.B. Mensch und Pferd)

Das Ausdrucksverhalten: Körpersprache, Gestik und Mimik von Pferden

Alle Verhaltensweisen, die zum Zweck der Kommunikation eingesetzt werden und über das Befinden informieren gehören zum Ausdrucksverhalten. Es wird zwischen der sogenannten gerichteten und ungerichteten Kommunikation unterschieden. Die gerichtete Kommunikation

besteht aus Verhaltensweisen und Signalen, welche vom Pferd bewusst ausgesendet werden, um dem Kommunikationspartner eine bestimmte Information zu senden.

Unspezifische Verhaltensweisen und Signale bestimmen die ungerichtete Kommunikation, die vom Pferd nicht bewusst zur Kommunikation eingesetzt wird. Dennoch gibt sie uns Menschen wichtige Informationen über das Befinden des Pferdes. Beispielsweise gehört dazu das apathische Verhalten als Alarmzeichen bei Leiden oder auch das „Gegen-den-Bauch-Schlagen“ bei einer Kolik als Ausdruck von akutem Schmerz.

Aber wie kommunizieren Pferde nun?

Durch die Kombination verschiedener Signalelemente von Körper, Hals, Kopf, Beinen und Schweif können sie eine Vielzahl von Gesamtausdrücken zeigen, wobei auch die Mimik eine wichtige Rolle spielt.

Wissenschaftliche Untersuchungen zu Gesichtsausdrücken bei Pferden

Horse Grimace Pain Scale (HGS)

Die „Horse Grimace Pain Scale“ ist ein Verfahren, mit dem man Veränderungen in der Mimik von Pferden genau ermitteln kann. So soll das HGS nach Aussage des internationalen Forscherteams Dalla Costa und Kollegen (2014) ohne großen Zeitaufwand, leicht erlernbar und praktisch anzuwenden sein sowie einen vielversprechenden und zuverlässigen Indikator für das Wohlbefinden des Pferdes darstellen.

EquiFACS

Auch Wissenschaftler der University of Sussex haben Gesichtsausdrücke von Pferden untersucht und waren darüber überrascht, dass sie recht komplexe Gesichtsbewegungen zeigten. Auch, wenn sich die Gesichtsstruktur von Pferden und Menschen unterscheiden, ähneln dennoch viele Gesichtsbewegungen denen von Menschen. Die Forscher haben EquiFACS entwickelt, ein Coding System, welches Gesichtszüge klassifiziert und seinen Einsatz in der Tiermedizin finden soll.

 

Neugierig geworden?

Wer nun mehr über das Kommunikationsverhalten von Pferden lernen möchte und zum Pferdeflüsterer oder zur Pferdeflüsterin werden will, kann dies unter anderem bei der Ausbildung zum Coach & Trainer für pferdegestütztes Coaching und Training.

Nikolina Salvaggio, Coach und Pferdeexpertin von fitmedi Cavallo, hat die Ausbildung zum pferdegestützten Coach auf folgende Eckpfeiler gestellt:

  • Liebe zu Pferd und Mensch
  • Selbsterfahrung und Selbstreflexion
  • Coaching-Kompetenz und Mentaltrainer-Fähigkeiten
  • Kommunikation

 

 

Literaturangaben

Bohnet W. (2007) Ausdrucksverhalten zur Beurteilung von Befindlichkeiten bei Pferden. Dtsch. tierärztliche Wochenschrift: 114, S. 91-97 (2007)

Bohnet W. (2011) Verhalten des Pferdes. In Brade W./ Distl O./ Sieme H./ Zeyner A. (Hrsg.) (2011) Pferdezucht, -haltung und -fütterung. Empfehlungen für die Praxis Sonderheft 353. Special Issue. 2011, S. 94-119. Landbauforschung vTI Agriculture and Forestry Research Johann Heinrich von Thünen-Institut. Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (vTI)

Dalla Costa E./ Minero M./ Lebelt D./ Stucke D./ Canali E./ Leach M.C. (2014): Development of the Horse Grimace Scale (HGS) as a pain assessment tool in horses undergoing routine castration. PLoS One 9(3): e92281.

Willig T. (2016) Das Ausdrucksverhalten von Pferden zur Ermittlung ihres Wohlbefindens in verschiedenen Haltungssystemen. In Mensch und Pferde, Ausgabe 03/ 2016, S. 102-113

Coaching mit Pferden

Coaching mit Pferden

Coaching mit Pferden

Ein Pferd als Partner beim Coaching & Training

Was ist das Besondere daran ein Pferd in Trainings und Coaching einzusetzen?

Pferde können wir nicht belügen, sie erkennen wenn der äußere Ausdruck nicht mit dem Inneren übereinstimmt. Dadurch kann der Mensch erkennen, dass er nicht kongruent ist und hat die Chance seine Absicht zu überdenken. Beim Coaching mit Pferden können wir Menschen ein direktes und ehrliches Feedback, über die Wirkung von Mimik, Gestik und Verhalten erhalten. Diese Form der Kommunikation unterscheidet nicht zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sodass Pferde immer zeitnah und situationsgebunden reagieren. Dadurch hat man beim pferdegestützten Coaching die Möglichkeit eine unmittelbare Reaktion darüber zu erhalten, wie das eigene Verhalten gerade wirkt.

Unsere körpersprachlichen Signale, die uns häufig nicht bewusst sind, werden von Pferden instinktiv aufgenommen und verarbeitet. Sie zeigen durch ihre Körpersprache, z.B. durch Ohrenspiel und Körperhaltung, ihre Zu- und Abwendung äußerst deutlich. Vertrauen und eindeutige Kommunikation ist erforderlich, damit Pferden eine Person des Führenden akzeptieren.
Weil Pferde nur sehr eindeutig kommunizieren können, ist ein Widerspruch in der Kommunikation, wie sie beim Menschen vorkommen kann, wenn Aussage und Ausdruck nicht übereinstimmen (Inkongruenz), von vornherein völlig ausgeschlossen. Pferde sind stets aufrichtig in ihrem Verhalten.

Pferde verfügen über Verhaltenseigenschaften, die für Menschen von großer Bedeutung sind. Im Allgemein können Menschen Begegnungen mit Tieren, wie z.B. beim Coaching mit Pferden, dabei helfen, sich über ihre nonverbale Kommunikation bewusst zu werden und diese zu reflektieren. Hierdurch kann man eine achtsame Kommunikation und Sensibilität für die Mitmenschen im Alltag entwickeln.
Beim Coaching mit Pferden kann man erleben, wie man durch respektvolles Miteinander und Einhalten simpler Kommunikationsstrukturen, die Gelegenheit hat Beziehungen auf der Basis Vertrauen einzugehen und gemeinschaftliche Flow-Erfahrungen zu machen. Das Pferd kann man als einen natürlichen Spiegel beschreiben, der uns Dinge klarer zeigt und dadurch ermöglicht individuelle Themen, die möglicherweise unsichtbar waren oder unterdrückt wurden, anzuschauen und anzunehmen.

Das Bewusstwerden unserer alten Glaubenssätze und Verhaltensmuster und das Annehmen wie es im Moment ist, ermöglichen uns erste Veränderungen zu bewirken. Pferde sind sehr soziale Wesen, die in einer Herde mit klaren Strukturen leben. Sie sind empathisch und lassen sich nicht von Äußerlichkeiten blenden. Sie leben im Hier und Jetzt, sind spontan und nicht nachtragend. Wir haben dadurch immer die Chance unser Verhalten unmittelbar zu verändern und dadurch eine andere Antwort zu erhalten.