Inhalte des Ausbildungsmoduls pferdegestützte Erlebnispädagogik mit Kindern | Reitpädagogik mit Kindern

Es handelt sich bei der Reitpädagogik, wie wir sie verstehen, um eine pferdegestützte Erlebnispädagogik.

Das bedeutet, dass Kinder und Pferde zunächst einmal in Kontakt zueinander treten. Von Tieren im Allgemeinen können wir sehr viel über uns selbst lernen, da sie durch ihr Verhalten unsere Aktionen widerspiegeln. Durch sie können wir wieder in Verbindung mit der natürlichen Welt treten und können lernen – wie sie – zu lieben, das heißt ohne Bedingungen.
Oft kennen Kinder Katzen und Hunde aus der Nähe, aber Pferde sind für viele Kinder große Tiere, von denen sie bisher nicht viel wissen. Das meiste über Pferde kennen Kinder vermutlich aus Filmen, die oft wenig mit der Realität zu tun haben. Es geht daher zuerst darum den Kindern einen achtsamen und respektvollen Umgang mit dem Pferd näher zu bringen, die Pferde zu begrüßen und auch zu fragen, ob sie mitarbeiten möchten. Dies ist eine gute Möglichkeit mit den Kindern soziale Kompetenzen zu üben.

Zu Beginn findet die Begegnung mit den Pferden am Boden statt, die Kinder lernen Schritt für Schritt das Lebewesen Pferd kennen. Neben dem Ausbildungsmodul Meditation für Kinder, zählt auch Achtsamkeit für Kinder zu den Inhalten, die zunächst ohne Pferde vermittelt werden. Wenn Kinder lernen eine achtsame Haltung zu entwickeln, indem man mit ihnen übt, sich auch auf kleine Dinge zu besinnen, wahrzunehmen was um sie herum geschieht, zu einem Glockenschlag eine Weile zu schweigen, schöne Steine und andere Dinge bei einem Spaziergang durch Wald und Wiesen zu sammeln, um dann gemeinsam in Stille ein Mandala zu kreieren, dann können sie auch im Umgang mit den Pferden sensibel sein. Es wird ihnen dann leichter fallen mit den anderen Kindern kooperativ umzugehen und auch mit den Pferden.

Es geht bei der pferdegestützten Erlebnispädagogik als Reitpädagogik, nicht um Reitunterricht. Die Kinder sitzen in einer Kurseinheit vielleicht nur einmal für einige Minuten auf dem Pferd oder ein anderes Mal gar nicht. Je nach Thema wird möglicherweise ein kleiner Ausflug gemacht, bei dem die Kinder und das Pferd gemeinsam auf „Abenteuerreise“ gehen und neue Erfahrungen machen. Das Pferd wird geführt, ist als Partner und Freund mit dabei und wird nicht ausschließlich als Reittier gesehen. Das Pferd unterstützt die Kinder in verschiedenen Entwicklungsstufen bei der Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Fremdwahrnehmung.

Die Größe und Stärke der Pferde eignen sich auch dazu, Respekt zu lernen, anderen und sich selbst gegenüber. Bei der pferdegestützten Erlebnispädagogik ist eine entwicklungspädagogische Förderung von: Achtsamkeit, Konzentrationsfähigkeit, Geduld, Impulskontrolle, Entspannung, Resilienz, Emotionsregulationsfähigkeiten, sozialer Interaktion und Aufbau von Empathie und Mitgefühl etc. möglich.

Inhalte Ausbildungsmodul Ausbildung pferdegestützte Erlebnispädagogik mit Kindern | Reitpädagogik mit Kindern – Modul 2P

  • Pferdegestütztes Arbeiten
  • Partner Pferd | Haltung, Gesundheitsaspekte, Sicherheit für Pferd und Mensch
  • Kommunikation von Pferden unter Artgenossen – Ausdrucksverhalten von Pferden
  • verbale und nonverbale Kommunikation von Menschen
  • Kommunikation zwischen Mensch und Pferd
  • Grenzen und Möglichkeiten beim Einsatz von Pferden
  • Erlebnispädagogik für Kindern – Lernmöglichkeiten und Entwicklungspotenzial
  • Kurseinheiten für die pferdegestützten Erlebnis- / Reitpädagogik für Kinder
  • Übungseinheiten pferdegestützte Erlebnis- / Reitpädagogik für Kinder
  • Transfer der gelernten Übungen aus dem Bereich Meditation, Achtsamkeit und Mentaltraining in den Kontext mit Pferd | gemeinsame Gestaltung von Übungen und Praxiseinheiten mit dem Pferd

Das Ausbildungskonzept hat zum Ziel, dass Sie erlernen pferdegestützte Erlebnispädagogik / Reitpädagogik mit Kindern selbstständig zu planen und umzusetzen. Das Ausbildungsmodul 2P ist 3-tägig und kann erst belegt werden, wenn Sie diese Module abgeschlossen haben: